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Montag, 11. November 2013
DON - The German Gay Magazine 1981 (Heft 10)
DON 10/1981 erscheint im Oktober 1981. Die Redaktion unter der Leitung von Gerd Talis (siehe auch gay journal) befindet sich in Heidelberg.
"Prof. Rolf Italiaander [wieder ein Wikipedia-Eintrag der das 'Privatleben' komplett negiert, dabei war Italiaander engagierter Homosexueller] schreibt in seinem Buch 'Afrika hat viele Gesichter' auch über 'Randbemerkungen zur Bisexualität der Afrikaner'. Dieses Buch hat mich veranlasst, aus meinen 20jährigen Afrikaerfahrungen zu berichten ..."
Dieser Beitrag beschäftigt sich mit den Tuareg.
* In Hamburg gründet sich die erste Selbsthilfegruppe von Eltern und Angehörigen homosexuell empfindender Kinder.
* Schwuler FBI-Mitarbeiter mit Pauschalabfindung entlassen.
* "Der pädophile Peter Schult aus München muss sein Knabenliebe wieder einmal mit Knast bezahlen... "
* Kanadisches Parlament lehnt Schutzbestimmungen für Schwule in der neuen Verfassung ab.
* Der US-amerikanische Bundesstaat Delaware diskutiert einen Gesetzentwurf, wonach man den moralischen Verfall von homosexuellen Gefangenen eindämmen will.
* Griechenland verabschiedet Gesetz "zum Schutz vor Geschlechtskrankheiten", das sich speziell gegen Schwule richtet, wonach u.a. Strafen vorgesehen sind, für eine Person die "eine Provokation für die Öffentlichkeit" darstellt oder durch "unsittliche Körperhaltungen und Bewegungen" auffällt.
* In der Türkei erklären die faschistischen Militärbehörden Istanbul zum Sperrgebiet für Schwule.
* In den USA des Ronald Reagan und seiner 'Moralischen Mehrheit' werden Bücher, Zeitschriften und Filme auf den Index von Schulen/Schulbibliotheken gesetzt; bevorzugt solche mit homosexueller Thematik.
* Erstmals wirbt in der DDR eine Publikation - die Ostberliner Zeitung "Für Dich" - um Verständnis für Homosexuelle. (Die Nazi-Version des § 175 wurde in der DDR erstmals 1957 und dann nochmal 1968 entschärft.)
Wie werde ich schwul? Über die tausend irrsten Theorien, wie und warum Mann schwul wird.
* "Die Kellerassel" von Jürgen Haug, Azid Presse Amsterdam, Roman über einen Homosexuellen, der ein Doppelleben führt (findet man noch 'gebraucht' bei amazon)
* "Sarius, eine altrömische Tragödie", von Ralf König, eines seiner ersten Schwul-Comic-Werke, erschienen 1980 im Info-Verlag, Marl (und 1981 im Vogel-Verlag)
"Barmbeker Kuss, Szenen aus dem Knast" von Hans Eppendorfer (= Hans-Peter Reichelt, 1942 - 1999) , Taschenbuch bei Rowohlt (Startauflage 25.000)
* Der erste schwule Gesundheitsratgeber "Sumpf Fieber" (Sumpffieber = Tropenkrankheit) erschien bereits 1978 im Verlag rosa Winkel (1975 - 2005), Berlin. "Eine Gruppe homosexueller Medizinstudenten aus Berlin hat einen Antwortkatalog auf spezielle Fragen homosexueller Hygiene zusammengestellt ... nun verbessert in dritter Auflage... "
Über den schwulen niederländischen Liedermacher Robert Long (1943 - 2006) (= Jan Gerrit Bob Arend Leverman), der mit Beginn der 80er Jahre auch Erfolge in Deutschland feierte. Hier über seine zweite deutsche LP 'Homo Sapiens'.
Dienstag, 3. September 2013
DON - The German Gay Magazine 1980 (Heft 9)
DON 9/1980 erscheint im September 1980. Die Redaktion unter der Leitung von Gerd Talis (= Gerhard Friede) (siehe auch gay journal) befindet sich in Heidelberg.
Ein sehr persönlicher Bericht des DON-Autors Andy Müller, der am 12. Juli 1980 in der Bonner Beethovenhalle die Veranstaltung >die Parteien auf dem Prüfstand< besucht hat, die letztendlich im Chaos unterging ... siehe den Bericht von Hans Hack am Ende dieses Blogs.
Details:
" ... Zunächst aber traf man sich im Foyer, wo ein schwuler Mini-Markt aufgebaut war. Dabei 'glänzte' die Berliner Eisenherz-Buchhandlung ganz entgegen ihrem eigentlichen Sortiment mit einem breit gefächerten Angebot schwuler Pornos, offenbar um allen bisher Uneingeweihten einmal deutlich vor Augen zu führen, wofür sie sich da einsetzen ... "
" ... die Damen und Herren Indianer gaben sich erneut die Ehre. Das liess die sattsam bekannte Show erwarten, mit der diese Gruppen ihr Anliegen an den Mann / die Frau / die Kinder zu bringen versuchten ... "
(Anmerkung: Die Indianerkommune war ein Zusammenschluss von Menschen, die sich selbst als „Kinderrechtekommune“ bezeichneten.)
DON illustriert seine anspruchsvollen Inhalte nun wieder mit laienhaften Ausschussfotos.
links oben:
Da der DON-Verleger Henry Ferling FDP-Mitglied war, nehme ich an, dass er die von einem Peter Kraemer aus Essen verantwortete Wahlwerbe-Anzeige kostenlos abdruckte: "Wir haben uns entschlossen, am 5. Oktober 1980 F.D.P. zu wählen und bitten Euch das gleiche zu tun. Unsere Gründe ... Wir haben uns davon überzeugt, dass die F.D.P. die einzige der im Bundestag vertretenen Parteien ist, die sich ausdrücklich für unsere Interessen einsetzt ... "
Anmerkung: 1980 trat der homophobe Bayerische Ministerpräsident Franz-Joseph Strauß (1915-1988), CSU, als Bundeskanzler-Kandidat von CDU/CSU als Herausforderer von Bundeskanzler Helmut Schmidt an. Gegenüber der Bundestagswahl von 1976 verlor die Union - Dank Strauß - gut 4% der Stimmen.
rechts oben bis Schluss:
Satire von Jens M. A. Reimer - Franz-Josef ist mein Mann - über einen fiktiven Briefwechsel zwischen Jens und Franz-Joseph Strauß, der in einer fast schon gegenseitigen Liebeserklärung sein Happy End findet.
Hans Hack berichtet über das Desaster der am 12. Juli 1980 in der Bonner Beethovenhalle stattfindenden Veranstaltung >die Parteien auf dem Prüfstand<.
Alle 10 Aufnahmen wurden bei dieser Veranstaltung aufgenommen. Teilnehmende Politiker, Medienvertreter und Redakteure der deutschen Schwulenpresse bei der anschliessenden Diskussion im kleinen Kreis.
Rechts oben: Hans Peter Reichelt (= Hans Eppendorfer, 1942-1999) (him applaus), Wolfgang Selitsch (DU + ICH, der Name wird über DU + ICH in Wikipedia unterschlagen), Gerd Talis (= Gerhard Friede) (DON und gay jourmal)
Rechts unten im Kreis u.a.: Hans Peter Reichelt, Günter Verheugen (F.D.P.), Gerd Talis, Friedrich Rahardt (CDU, Bürgerschaftsabgeordneter in Hamburg), Wolfgang Selitsch.
Samstag, 18. Mai 2013
DON - The German Gay Magazine 1979 (Heft 4)
Dieser April-Titel 1979 war eine Premiere. Es war das erste Mal, dass DON ein Leserfoto so toll fand, dass wir es auf der Titelseite veröffentlichten. Mit dem DON-Leser aus dem Raum Zürichsee konnte man auch in Kontakt treten.
"... Will man jemanden fertig machen, greift man ihn nicht direkt an, sondern verbreitet einfach irgendetwas ... der ist Jude, Schwuler, Kommunist ... die jeweils schädlichste oder auch gar schändlichste Bezeichnung ergibt sich aus der jeweiligen gesellschaftspolitischen Situation ... Erst jüngst haben die Massenmedien die Straßburger 'Erlebnisse' des österreichischen Aussenminsters Willibald Pahr breitgetreten ... Angeblich soll sich Pahr an einem Straßburger Homotreff zwei Jungs unsittlich genähert haben ... eben nur angeblich ... Dass man mit dem Schreckgespenst 'Homo' noch immer Rufmord begehen kann, das zeigt eindeutig, welch mieses Image die Homosexualität nach wie vor hat. Die Verdächtigung 'Vorsicht, Homo!' wirkt wie Rattengift. Einmal ausgestreut, kann sie Leben vernichten. mit dem Reizwort 'Homo' kann man Menschen fertigmachen. Egal, ob der Betroffene einer ist oder nicht. Ein 'schwuler' Makel bleibt allemal kleben ... würden sich die 1,2 Millionen homosexuelle Männer (vom kleinen Mann bis hin zum Prominenten) jederzeit und überall wie selbstverständlich zu ihrer sexuellen Orientierung bekennen, dann verlören auch die Schüsse aus dem Hinterhalt an Wirkung ... "
Siehe auch DER SPIEGEL 7/1979
Anmerkung: Der Chefredakteur von DU & ICH - Alexander Ziegler - gehörte damals zum "Hinrichtungskommando" des Willibald Pahr. Er behauptete öffentlich, Pahr hätte ihm gegenüber seine homosexuelle Veranlagung gestanden (was später gerichtlich als die Unwahrheit festgestellt wurde). Der schwule Denunziant Ziegler dominiert übrigens die folgende DON-Ausgabe 5/1979
Wenzel Böhmak (Pseudonym) erzählt die Geschichte eines homosexuellen Genies, des sowjetischen Regisseurs Sergei Eisenstein (Revolutionsfilm Panzerkreuzer Potemkin). In Wikipedia (Link) fehlt jeglicher Hinweis auf Eisensteins Privatleben, also auch auf seine Homosexualität.
A star is born: Eric Roberts (er ist der ältere Bruder von Julia Roberts) hat die Hauptrolle in 'King of the Gypsies' (König der Zigeuner)
Filmkarrierestart des berühmtesten und erfolgreichsten Bodybuilders aller Zeiten, Arnold Schwarzenegger in den USA ( Arnold: "Ich kenne mehr Klempner als Bodybuilder, die schwul sind.")
Der schöne Ryan O'Neal, der mit 'Love Story' einen Riesenerfolg landete, erlitt mit der Fortsetzungsversion 'Olivers Story' einen Riesenreinfall.
Der schwule (*) Schauspieler und Sänger Sal Mineo, der u.a. eine Affaire mit James Dean hatte, fiel mit 37 Jahren einem Raubmord zum Opfer. Jetzt, 3 Jahre später, wird in Los Angeles der Prozess gegen den vermeintlichen Mörder eröffnet.
* Mineo bekannte sich öffentlich zur Bisexualität.
Ein homosexuelles Genie als böses Gewissen der Nation: Pier Paolo Pasolini, Freibeuterschriften, Verlag Klaus Wagenbach
"Man schätzt, dass in der Bundesrepublik pro Jahr ungefähr 7,5 Millionen Kontakte zwischen Männern und Minderjährigen stattfinden": Pädophilie, Liebe mit Kindern, Frits Bernard, mit einem Nachwort von Joachim S. Hohmann (der Link führt zu DON 3/1977)
Ein Cocktail aus Mord und Macht, Ledersex und Literatur: Hans Eppendorfer, Der Ledermann spricht mit Hubert Fichte, Suhrkamp-Verlag
Die irrsinnig kuriose französische Filmkomödie Ein Käfig voller Narren ist in Deutschland angelaufen.
Papst Johannes Paul II. mahnt katholische Nonnen, sich von feministischen Forderungen nicht anfechten zu lassen.
Die Frauenzeitschrift FÜR SIE gibt einer Leserin, die anfragt, wie ihr schwuler Bruder wieder normal werden könne, den ebenso respektablen wie fundierten Rat "... sich mit [seiner] Veranlagung zu befreunden und nicht gewaltsam etwas ändern, was nicht zu ändern ist ... ".
In Köln haben sich Mitglieder der SPD - und der SPD Nahestehende - zu dem Arbeitskreis Schwusos zusammengeschlossen.
"Nie zuvor in der nun bald zehnjährigen DON-Geschichte [gemeint ist der Titel DON im Ferling-Verlag] haben wir so viele Briefe bekommen, in denen die Leser uns berichten, dass sie mit dem Versteckspielen Schluss gemacht haben. Viele bezogen sich dabei auf unsere Serie 'Happy Homo' und die meisten von ihnen auf die dritte Folge, die unter dem Motto stand: Ziehen Sie Konsequenzen! ... Sicherlich sind 47 positive Briefe nicht die Welt ... Denn natürlich standen den 47 positiven Erfahrungsberichten auch negative gegenüber. Genau gesagt: sieben. Das ergibt ein Verhältnis von 7 zu 1. Und das finden wir einmalig ... "
Sonntag, 3. März 2013
DON - The German Gay Magazine 1978 (Heft 5)
DON 5/78 erscheint im Mai 1978. Verleger ist Henry Ferling, Darmstadt, siehe DON 1/1973. Redaktion: Jens M. A. Reimer, R.v. Lindenau (= Henry Ferling), Tommy Brauner (= Jens M. A. Reimer), Bildredaktion: Guy Gilbert (= Günter Goebel) und Hans John (= Hans Möstl), Details bei DON 9/1976
"Lieber Leser! Gut zwei Jahre stecke ich nun schon ziemlich tief drin im DON. Dabei werde ich das Gefühl nie los, dass sich unsere Leser untereinander doch recht fremd sind. Oft habe ich mir den Kopf darüber zerbrochen, was DON tun kann, um sie einander etwas näherzubringen ... Dabei fiel mir ein, dass bei uns eine ganze Reihe von Briefen an die Schreiber von Leserbriefen eingehen; weil man gleiche Ansichten oder Interessen hat, oder weil man sich mit dem Briefschreiber persönlich über dessen Ansichten auseinandersetzen möchte. So kam mir die Idee vom DON-CLUB ..."
Die Ausgabe enthält 7 Seiten Kontaktanzeigen und 5 Seiten DON'S NEWS:
Talkshow "Drei nach Neun", Sendung 13.2.1979, Moderation Wolfgang Menge und Marianne Koch, Thema Homosexualität, Teilnehmer u.a. Sandra Paretti (Autorin), Hans-Peter Reichelt (= Eppendorfer, him/applaus) und noch zwei Schwule: "... Mit Hängen und Würgen hangelten sich die Fernsehfritzen samt Showpublikum über ihre eigenen Peinlichkeiten weg, was dem Mann vor der Mattscheibe mehr Ausschuss denn Aufklärung brachte. Bei allem Beifall für Reichelt und die Schwulen: Die (Marianne)-Koch-Künste und das (Marianne)-Koch-Wissen sind Hausmacherart, so emanzipiert sich die Frau auch geben mag. Das Thema wurde verkocht ... "
Stift-Versteifung. " ... Wenn 'Er' nicht mehr steht, können ihn die Chirurgen mit Kunststoffstützen wieder auf die Höhe bringen ... "
Sittenstrolche. "An 483 Fällen untersuchte der Staatsanwalt Dr. Harald Körner, warum sich alte Männer an kleinen Kindern vergreifen. Resultat: Er fand weder Kinderschänder, noch triebhafte Gewalttäter, sondern einsame und kranke Menschen ... ihre Taten ähneln mehr Selbstbefriedigung ... Dr. Körner nennt sie 'Kranke' und fordert Behandlung und nicht Verurteilung. Zwölf- bis dreizehnjährige Kinder in der vorpubertären und pubertären Phase werden am leichtesten zu Opfern, weil sie in ihrer sexuellen Wissbegier und Suche nach altersgemässer Sexualbefriedigung von Eltern und Schule im Stich gelassen werden ... "
DU & ICH Anzeige. Das Homo- bzw. Schwulen-Magazin wirbt mit der Zeile:
"Seit 1969 kämpft du & ich für die Belange einer Minderheit."
Stefan Troßbach hat diese köstliche schwule Satire (abgeleitet von Bernhard Grzimeks Sendung "Ein Platz für Tiere") geschrieben und illustriert.
Diese Doppelseite ist ein typisches Beispiel, wie wahllos herausgegriffene Nackedeibilder (immer noch) als reines Seitenfüllmaterial eingesetzt werden.
" ... lange weisse Hose im Matrosenlook. Das dehnbare Material schmiegt sich wie eine zweite Haut jeder Form an, betont reizvoll Beine und Ausbuchtungen ... " Die Doppelseite 'Sommersachen '78' war natürlich nur zwecks Verkaufe für die drei geilen Klamotten ** des Top-Versand (siehe auch Anzeige auf der folgenden Doppelseite) gestaltet worden.
** Bei den drei aus den USA importierten Teilen - Hose, Hemd und Badeslip - handelte es sich um die ersten Textilien, die der Top-Versand angeboten hat. Danach begann er mit einer eigenen Kollektion, die er selber produzierte.
Wie man mit Zitaten Meinungsmache betreibt: "Im ZDF-Magazin ... soll ... Moderator (Gerhard) Löwenthal ... folgende Aussage gemacht haben: 'Mörder, Diebe, Homosexuelle und andere terrorisieren die Häftlinge in den DDR-Gefägnissen' ..." Dieses Zitat führt zu einer (selbstverständlich völlig sinnlosen) schriftlichen Auseinandersetzung der DON-Redaktion mit Fritz Schenk, Co-Moderator des Löwenthalschen ZDF-Magazins.
bronzactive und ähnliche angebliche Braunmacher-Produkte waren Ende der 70er Jahre der grosse Renner. Das Problem war allerdings, dass man als Braunmach-Pillenschlucker keine "schöne frische Farbe" und folgend keinen "goldschimmernden Braunton im Gesicht und am ganzen Körper" bekam, sondern ein karottenrot strahlendes Gesicht und nicht selten karottenrote Flecken, die sich ungeordnet über den Körper verteilten.
Trotzdem waren wir auf die erste kommerzielle, voll bezahlte 1/1-Farbseite-Anzeige wahnsinnig stolz.
Sonntag, 4. März 2012
1969. Neuanfang für schwule Magazine. Hintergründe, Internas, Privates.
Interessierte Blogbesucher haben sicherlich schon die vielfach kritische, oft sogar negative Kommentierung der Inhalte, Bebilderung und Gestaltung (mehr oder weniger verwundert/entrüstet) registriert. Dies geschieht jedoch nicht aus Bosheit, sondern hat Gründe, die einer Erläuterung bedürfen:
Über den bzw. die ersten Verleger des schwulen Magazins SUNNY / DON (1970 und 1971) habe ich früher nichts erfahren und konnte auch jetzt nichts in Erfahrung bringen. (Ich bin für jeden Hinweis dankbar.)
Tatsache ist, dass die beiden anderen schwulen Magazine heterosexuellen Verlegern gehörten:
DU & ICH (erstmals Oktober 1969) unter Gründungsherausgeber Egon-Manfred Strauss (Hannover) und him (erstmals April 1970) Helmut Rosenberg, Verleger der St. Pauli Nachrichten (Hamburg).
Diese beiden Publikationen hatten von Beginn an schwule Chefredakteure: Udo Erlenhardt bei DU & ICH (Details bei DON Oktober 1970) und Hans Eppendorfer (dies war der allseits bekannte Künstlername von Hans-Peter Reichelt) bei him. Beide standen mit ihren echten Namen im jeweiligen Impressum.
Ausführliches zu dieser Personalie bei
Die DON-Akteure (1) Günter Goebel
Henry Ferling übernahm den Titel DON Ende 1973.
Ausführliches zur Personalie des Verlegers:
Die DON-Akteure (4) Henry Ferling
Labels:
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