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Freitag, 28. September 2012

DON - The German Gay Magazine 1976 (Heft 11 bis 12)


DON 11/76 erscheint im November 1976. Verleger ist Henry Ferling, Darmstadt, siehe DON 1/1973. Redaktion: Jens M. A. Reimer, R.v. Lindenau (= Henry Ferling), Tommy Brauner (= Jens M. A. Reimer), Bildredaktion: Guy Gilbert (= Günter Goebel) und Hans John (= Hans Möstl), Details bei DON 9/1976


Das Bildmaterial beginnt - vor allem die drucktechnische Wiedergabe - besser zu werden. Auf dieser Seite, wie auch den beiden folgenden, sind zumeist türkische Jungs abgebildet, die für den Kölner (Düsseldorfer?) Callboy tätig waren. Er selbst ist in der Mitte des farbigen Bar-Bildes zu sehen; Details bei DON 7/1976, zweite Seiten-Reproduktion.

Ich vermute (?), der Fotograf war Manfred Rudat (Wohnsitz damals u.a. Düsseldorf), der viele Homo- und Homopornomagazine mit Bildmaterial versorgte und technisch sehr gute Schwarzweissaufnahmen und Farbfotos bot.

Auf den folgenden Seiten erscheinen erstmals wiederholt US-Modelle = Fotos aus den USA: linke Seite "Wer streitet", Rückseite von Titel 12/1976, linke Seite neben DON-Vorwort, linke Seite neben "Buch-Kritik" ...


Die Pedro-Story war, wie vieles in DON, frei erfunden. "Pedro" war kein Spanier, sondern Türke ... siehe obigen Text.




Es tauchen immer wieder Autoren-Namen auf, hier Gunnar Friedrich, auf die ich mir keinen Reim machen, also auch nicht sagen kann, ob es sich um ein Pseudonym handelt.


DON 12/76 erscheint im Dezember 1976. Verleger ist Henry Ferling, Darmstadt, siehe DON 1/1973. Redaktion: Jens M. A. Reimer, R.v. Lindenau (= Henry Ferling), Tommy Brauner (= Jens M. A. Reimer), Bildredaktion: Guy Gilbert (= Günter Goebel) und Hans John (= Hans Möstl), Details bei DON 9/1976


Bei DON melden sich vier Ärzte, die sich bereiterklären DON-Lesern Ratschläge zu geben und DON-Beiträge zur Gesundheit auf medizinische Richtigkeit zu überprüfen / DON sucht unter seinen Lesern noch einen Anwalt, der bereit ist Lesern und bei juristischen Themen zu helfen / Viele Leserbriefe erreichen die Länge von Kurzromanen / "In dieser Ausgabe lesen Sie Michael Alberts vorerst letzte DON-Geschichte ... Im neuen Jahr weht ein neuer Story-Wind: Gerry Gregor wird Sie erstmals im Januar zum Lesen verführen... " Diese Passage ist kurios und 'witzig', denn beide Pseudonyme hatte ich mir zugelegt, als ich für DON vor Jahren zu schreiben begann. / him heisst jetzt him applaus und versteht sich als "kulturelles Forum für Minderheiten" / In Österreich wird gleichgeschlechtliche Liebe und die Herausgabe von Homo-Zeitschriften immer noch mit Freiheitstrafe bedroht. Trotzdem hat sich in Wien eine erste 'Initiativgruppe Homosexualität' gegründet.

Die Werbung des Gala-Verlages für ein neues Homobuch wird mit folgenden Versprechungen angekündigt: >"... Mit seinem ersten Buch legt Rico di Positano zwölf Geschichten als Proben seines Könnens vor. Sie haben wenig mit Protzereien über Potenz und Promiskuität zu tun. Vielmehr bringen sie Freude am Sex und an der Schönheit männlicher Körper. Seit das Gefühl in der erotischen Literatur wieder 'in' und die Pornowelle verebbt ist, fliessen Geschichten aus dem Leben wie ein breiter Strom dahin .... Rico di Positano will zum Kern des Menschentyps HOMO vorstossen..." Und gestossen wird dann auch; Seite für Seite. Bis zum Bums auf der Mülltonne. Hier wird dem Käufer literarische Erotik in die Augen gestreut, und tatsächlich übertrifft sich Herr Positano zwölfmal in der typischen Potenz-Akrobatik: Anfassen, ausziehen, bums, bums, abspritzen ... Wenn das der 'Kern des Menschentyps HOMO' sein soll, dann Gutenacht. Wer hätte etwas gegen Pornographie, zumal wenn sie, wie in diesem Buch 'Unten ohne' knackig geschrieben ist. Aber man soll doch nicht den Käufer für dumm verkaufen, und ihm unter einem literarischen Deckmäntelchen ein Onanierbuch anbieten. Eine andere homophile Zeitschrift verstieg sich sogar in ihrer Rezension zu den Worten 'regt zum Nachdenken an' und setzte 'Unten ohne' auf den ersten Platz ihrer 'Bestsellerliste' ... <

Rico di Positano oder Rico (auch Autor von Geschichten in DON) = Heinz Liehr (mehr bei seinem Lebenspartner Johannes Werres)


HOM begann in jenen Jahren die schärfsten aller Herren-Unterhosen auf den Markt zu bringen. Die relativ dünnen HOM-Stoffe enthielten einen hohen Lycra-Anteil, waren folglich sehr dehnbar und liessen Geschlecht und Po optisch hervorragend herausbeulen.

Der DON-Verlag schrieb die "Créateurs de sous-vêtements masculins et lingerie masculine" wiederholt an, schickte Muster-Exemplare, bot Kollektionsvorstellungen im Heft und hoffte irgendwann auf einen Anzeigenauftrag. Damals jedoch genierten sich u.a. die Markenhersteller noch ganz gewaltig, in irgendeiner Form in einer schwulen Zeitschrift in Erscheinung zu treten. DONs Musterhefte, hiess es, waren samt und sonders im Hause HOM 'verschwunden' und mit Verweis auf die Pariser Werbeagentur schob man dann irgendwann die homossexuelle Peinlichkeit beiseite.


Die schwulen Publikationen damals erschienen mir alle zu ernst, staubtrocken - kurz - völlig humorlos. Dabei gab es gerade über Schwule, über die schwule Szene und bspw. die kommerziellen Angebote für Homosexuelle jede Menge Komisches, Irrsinniges und Amüsantes. Als ich mit DON 9/1976 begann die Heft-Inhalte festzulegen, begann ich auch regelmässig amüsante Kuriositäten aus der schwulen Szene, der Community und vom schwulen Markt einzubauen. Ralf König trat erst 1984 mit SchwulComix in der Szene in Erscheinung.


Die Buchbesprechung von Alexander Zieglers "Die Konsequenz" überliess ich ganz bewusst Ingo Leander, erschienen in dem Müchner Schwulenblatt Emanzipation 5/1976. Es ist ein ebenso intelligenter wie drastischer Total-Verriss. Ein paar Satzbrocken: "Der süßsaure Sirup der unfreiwillig komischen Darstellung dieser Romanze ... fader Stil ... platte Kalendersprüche ... das Unerträgliche an dem Buch ... >Träume sind Illusionen, und Illusionen sind nicht greifbar<, schwafelt Alexander, >Wegweiser, die dir etwas zeigen, wenn du alleine oder verzweifelt bist ... Aber du darfst nie versuchen, diesen Lichtern, die deine Dunkelheit aufhellen, zu folgen.<"

Schauspieler Alexander Ziegler war schliesslich 'Chefredakteur' des homophilen Konkurrenzblattes DU & ICH, und es hätte nicht gut ausgesehen, wenn ein Redakteur dem anderen Schreib-Unfähigkeit attestiert.


Details zu dem (regelmässigen) Autor Thomas Wagner, einem katholischen Theologen, stehen bei DON 5/1974

Dienstag, 20. März 2012

DON - The German Gay Magazine 1973 (Heft 1 bis 4)


DON 1/73 erscheint im Januar 1973. Untertitel "Magazin für Freunde".

Herausgeber ist ab jetzt HF-Druck, 61 Darmstadt, Kleyerstrasse. HF-Druck, bis zur Ausgabe 1/1974 noch genant zurückhaltend, steht für die Druckerei des Henry Ferling, der das Magazin nun bis 1984 verlegen wird.

Redaktionsleitung und Redaktionsanschrift wie DON 10/1972.


Inhalt, Druck- und Fotoqualität auf bescheidenstem Niveau: Von den insgesamt 52 Seiten des Magazins sind 34 Seiten (nahezu ausschliesslich) ganzseitige Fotos = 65 % des Heftes. Hinzu kommen 3 Seiten Kontaktanzeigen und 6 (sechs!) Geschichten. Sowohl für die Fotos ...


... als auch für die Geschichten (zumeist geschrieben von Lesern) werden lächerliche Honorare gezahlt. Es ist das Jahr, in dem 'Der Spiegel' u.a. DON als "homosexuelle Gartenlaube" bezeichnet.


Die Geschichten werden überwiegend auf ausschliesslich textgefüllten Doppelseiten zusammengepresst.


Die Druckqualität, insbesonders der Schwarz-Weiss-Fotos, ist überwiegend kümmerlich. Hier ein Doppelseitenbeispiel für Aufnahmen, in denen nahezu sämtliche Grau(zwischen)töne fehlen.


"DON besuchte die neue Sudfass Sauna ... Wir fanden in gepflegtem Rahmen unter guten Freunden Atmosphäre und Spannung ... "

Dem Inhaber der Sudfass Sauna in Pulheim bei Köln - "eine wahre Stätte der Erholung und Entspannung" - gehörte zuvor die Sudfass Sauna in Frankfurt/Main (siehe DON 6/1972).


DON 2/73 erscheint im Februar 1973. Untertitel "Magazin für Freunde".
Herausgeber unverändert HF-Druck, wie DON 1/1973
Redaktionsleitung und Redaktionsanschrift wie DON 10/1972.


"Über 600 Gäste umjubelten bei der Jahres-Club-Veranstaltung des 'Club Amsterdam' in Frankfurt ... Zarah Leander ... Genau 12 Minuten dauerten die Ovationen am Schluss und immer wieder ertönte der Ruf 'Zarah, Zarah' ... Fast ein Drittel der Gäste kam im Fummel ... Manches Kostüm war erst am Vortage aus Paris, Berlin oder Wien eingeflogen worden ... Viele Blumensträusse gab es für Zarah Leander, die ob des dankbaren Publikums ganz gerührt war ..."

Der verzückte Autor dieser Leander-Lobhudelei war Guy Gilbert (= Günter Goebel)

Dass Sara Stina Hedberg ihren Karrierehöhepunkt zwischen 1936 bis Ende 1942 in Deutschland (die grösste Diva des 3. Reich) in vollen Zügen genoss - als die Nazis u.a. alle jüdischen Künstler aus Deutschland vertrieben hatten,  Juden zu Hunderttausenden verfolgt, interniert und ermordet wurden und Homosexuelle im KZ landeten - hat die selbst nach Kriegsende weiter (von der Adenauer-Regierung) unterdrückten schwulen Fans herzlich wenig interessiert.


Im krassen Gegensatz zu den überwiegend seichten, rührseligen Geschichten stehen die Sach-Beiträge u.a. von Johannes Werres und die seitenweis ausgetragenen Kontroversen um die darin vertretenen Ansichten, hier von einem Rüdiger Funiok S.J. (?) ... die der auf Nacktbilder fixierte DON-Käufer wahrscheinlich schnell überblätterte.


Immer öfter wagt man sich (auch) bei DON, Aufnahmen von männlichen Modellen mit mehr oder weniger starken "Schwellungen" zu drucken. Das war seinerzeit ein ziemlich gefährlicher Versuch die Verkaufsauflage zu steigern, da alle Homo-Publikationen von offiziellen und selbsternannten Sittenwächtern argwöhnisch kontrolliert wurden, und manch eine Ausgabe nicht selten schon wegen eines minimalen genitalen Erregungsgrades zensiert und mit Verkaufsverbot belegt wurde (Pornographie... jugendgefährdend...)


Erfreuliche Vielfalt? In diesen Jahren beschäftigt sich der Autor Norbert Weissenhagen (= Johannes Werres) permanent mit der homosexuellen Szene, hier mit den 26 nach 1969 entstandenen 'homophilen deutschen Organisationen', dem IHWO ("den einen zu bürgerlich, den anderen zu rechts"), Hauptsitz Hamburg, dem s.d.h. = Schutzbund Deutscher Homophiler, Gründer Heinz Reber, Berlin u.a. 

Weissenhagen/Werres bedauert, dass sich die zahlreichen "Gruppen und Grüppchen ... noch nicht mit dem HSM in Verbindung gesetzt haben (wie die Arbeitsgemeinschaft der Bisexuellen, die DON ins Leben rief)". Am Artikelende wird nämlich der "Arbeitskreis für Bisexuelle und verheiratete Homosexuelle (i.Gr.)" von Rico (= Heinz Liehr, Lebenspartner von Johannes Werres). Anschrift dieses Arbeitskreises ist 6242 Kronberg, Mainblick 15, der Wohnsitz des Trios Werres/Liehr/Dr. Schlegel).


Da sich die mit Abstand meisten Leserbriefe in ermüdender Wiederholung mit den nackigen Fotomodellen (zu jung, zu alt, zu athletisch, zu dick... ) beschäftigten **, wurden selbst in meinen DON-Zeiten nicht wenige Leserzuschriften frei erfunden. Welche Briefe echt und welche von der Redaktion dazugedichtet wurden, ist im Nachhinein natürlich nicht mehr zu klären. Auffällig häufig stehen - in DON wie anderen Homo-Magazinen - Leserjubelbriefe wie

"... Ich lese alle Zeitschriften für uns - von denen ich DON den Vorzug gebe ... Ihr Farbfoto des Mannes mit Bart und Bierglas in den Händen und tätowierter Brust in der letzten Nummer war einfach toll..."

" ... schon lange bin ich Leser von him, du + ich und partner. Nahm neulich am Bahnhof Eure DON, weil keine andere da war. Wie dankbar bin ich, DON in die Hände bekommen zu haben! Kaum kann ich es erwarten ..." 

" ... ich freue mich, daß ich DON kennenlernte. Fotografisch und drucktechnisch hervorragend ... Die Mehrkosten wird jeder wohl gerne entrichten ..."

"... mit Abschluß von 12/72 will ich Euch gratulieren! Habe jede Ausgabe bewundert, Eure Kraft und Ehrlichkeit. Bei uns in Holland gibt es auch viele Hefte, aber alle sind fantasielos oder pervers ..."

** Eine Antwort der Redaktion (scheinbar von der Putzfrau formuliert?):
" ... Was die Modelle anlangt: jedes Bild, das wir bringen, ist ausgewählt aus 6-10 verschiedenen Aufnahmen. Und da nicht jeder an sich gut aussehende Typ fotografiert ebenso gut wirkt, müssen wir zwangsläufig hin und wieder schon einmal einen Jungen in einer anderen Szene bringen, wenn sich zeigt, dass unser Material für die Bildauswahl der nächsten Nummer nicht in vollem Umfang den Anforderungen entspricht, die ihr mit Recht stellt. Ehe wir ein technisch oder ästhetisch unzureichendes Foto in die Druckerei geben, tauschen wir es dann lieber, gegen eines das besser ist, auch wenn ihr den gleichen Jungen schon mal saht. Jedes Heft ist eine Auswahl des besten aus ca. 80-90 Fotos, von denen die Hälfte wir selber machen ... Du siehst, wir sind ganz ehrlich ..."


DON 3/73 erscheint im März 1973. Untertitel "Magazin für Freunde".
Herausgeber unverändert HF-Druck, wie DON 1/1973
Redaktionsleitung und Redaktionsanschrift wie DON 10/1972.


"Liebe Freunde! Mit nun 15 Ausgaben von DON international in unserem Verlag blicken wir nicht ganz ohne Befriedigung zurück. 780 Seiten wollten gestaltet sein: Bilder waren auszuwählen, Textbeiträge zu redigieren, ein ausgewogenes Gleichgewicht jedes Heftinhalts herzustellen hinsichtlich der Berücksichtigung möglichst vieler Interessen. Immer war unser Leitgedanke dabei, uns auf einer Linie zu bewegen, die uns ... nicht mit Porno-Zeitschriften vergleichen lässt ..."

In diesem Vorwort wird - indirekt - zugegeben, dass die Remittenden-Quote nach wie vor etwa um die 50% liegt:

" ... immer erst nach genau 90 Tagen feststeht, wie eine DON-Nummer wirklich bei Euch angekommen ist: Wenn die Rücklieferungen nicht verkaufter Exemplare alle beim Vertrieb zurückgelaufen sind! Die Traumgrenze, nur 30% der gelieferten Hefte nach 60-90 Tagen wiederzubekommen, ist noch nicht erreicht ..."



Der Erotic-Shop in der Kölner Norbertstrasse bietet hier neben neckischem und "apartem" Penisverhüllungsschmuck (ursprünglich wohl vor die Muschi gedacht) ein Homo-Hörspiel auf Langspielplatte, "die müde Gesellschaften in Schwung bringt", einen Herrenmaskuliner "mit besonders grossem Innendurchmesser", einen Vibrator mir Penisüberzug, ein Kunstglied "naturgetreu nachgebildet", Sexkapseln "für den Mann zur Erhaltung und Steigerung der sexuellen Leistungsbereitschaft" und 4 Trink-Ampullen "Sex-Tonikum für moderne Menschen zur Steigerung der Leistungsfähigkeit".


Jedes Foto dieser Doppelseite musste für diesen Post einzeln bearbeitet werden, um sie hier überhaupt sichtbar zu machen, dermassen unterschiedlich war deren Aufnahme- und Druckqualität.

Die homojournalistische Sprache 1973 ist noch schwer verklemmt. Von Homosexuellen ist noch keine die Rede. Der Club Savoy, die "Sauna für den Herrn ... ist von Freunden für Freunde" geschaffen. Sie ist "Freizeitwert"  ... "ungefähr ein Drittel kommt wegen der Gesundheit. Die anderen kommen wegen des Luxus, dabei so mancher, der mehr Interesse an jungen männlichen Gästen hat, als an seiner Gesundheit". Die ausschliesslich jugendlichen, angeblichen "Gäste" wurden wohl eher (als Fotomodelle) zu Werbezwecken herangeschafft.




DON 4/73 erscheint im April 1973. Untertitel "Magazin für Freunde".
Herausgeber unverändert HF-Druck, wie DON 1/1973
Redaktionsleitung und Redaktionsanschrift wie DON 10/1972.


Hinweise auf TOM Zürich und seinen Inhaber Thomas Wetzel findest du bei  TOM men’s shop, Zürich, (der Link führt zu Details in DON 4/1978).
 

Linker Beitrag "Splendid isolation" oder warum in der Schweiz die Lesbierinnen für sich bleiben wollen ist von Jack Argo (= Johannes Werres), der sozusagen die 'homopolitische' Linie des Magazins DON in den Jahren alleine bestimmte, in denen Günter Goebel Herausgeber und/bzw. Redaktionsleiter war. Siehe DON 4/1972, vorletzter Text.


Die Les Humphries Singers waren eine Gesangsgruppe, die von dem damals in Hamburg lebenden Engländer Les Humphries (1940-2007) (Bild) im Jahr 1969 gegründet wurde. Von Manuel Thaler ("Jeder Sonnenstrahl ist ein Versprechen") und Lynsey de Paul ("Sugar Me") habe selbst ich noch nie etwas gehört.


Das Mittelseitenfoto, ein über zwei Farbseiten (die damals für viel Geld produziert wurden) aufgeblasener 'Rückenakt mit kopflosem Zweitmodell'.

Eine Filmkritik in der "Frankfurter Neue Presse" (damals konservatives Gegenstück zur links-liberalen "Frankfurter Rundschau") zu Rosa von Praunheims "Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt"

Kommentiert wird das in DON (natürlich) von Johannes Werres, der den Film übrigens noch weit schärfer verrissen hat, als hier  "... Es liegt mir fern, den Film Rosa von Praunheims in der vorliegenden Form zu entschuldigen; in diesem Punkt gebe ich der Kritik A. völlig recht. Das fängt beim Namen "Rosa" an und hört beim Neomarxismus auf ...", um anschliessend die damals weit verbreitete Homosexuellen-Sicht des Rudolf Andersch 'auseinanderzupflücken', wobei er - Thema verfehlt - komplett in das Thema Bisexualität ausweicht.



Mittwoch, 29. Februar 2012

DON - The German Gay Magazine 1972 (Heft 9 bis 12)


DON 9/72 erscheint im September 1972.

Man registriert den 5. Verlags = Herausgeber-Wechsel des Jahres 1972:

Bifipress AG, 6000 Frankfurt 70, Postfach 700 229 und - gleichbleibend - HF-Druck, D-61 Darmstadt, Kleyerstrasse, der für die Druckerei Henry Ferling steht. Deren Inhaber Henry Ferling ist möglicherweise schon jetzt an dem Objekt beteiligt; er wird es mit Ausgabe 1/1974 ganz übernehmen. Wobei - wie schon früher erwähnt - alle diese Kleinstfirmen - à la Bifipress AG - einen einzigen Inhaber hatten: Günter Goebel.

Gleichbleibend die Redaktionsleitung: Guy Gilbert = Günter Goebel und John Mytery möglicherweise Hans Möstl (?), Frankfurt/Main (Details bei DON 2/1972) und die Redaktionsanschrift: DON-Redaktion, c/o Bifipress AG, 6000 Frankfurt 70, Postfach 700 229.

Titelfoto (natürlich von) TOM men's shop, Zürich (Details bei DON 7/1972).


Links: Da man eine "Reportagefahrt" machte und wegen der "Festtage" (welche Festtage bietet der August?) kann eine komplette Heftseite nur mit einem Riesen-Briefumschlag und einer (unbeantworteten) 17-zeiligen Leseranfrage bestückt werden. Zur Erinnerung: Das Magazin kostete damals "satte" 6,- DM

Rechts: Da es niemanden gibt, der sich in der Redaktion des Homo-Magazins mit dem Thema Homosexualität auskennt, muss erneut ein Artikel (Homosexualität besteht nicht) aus dem schwedischen Schwulenmagazin 'Revolt' herhalten. Nebenbei: in dilettantischer Übersetzung.


"Interessanten Neuigkeiten aus unseren Kreisen"

Sanremo: In Sanremo (Riviera) fand der '1. internationale Kongress für Sexualforschung' statt. GN ** berichtet anstelle von Inhalten und Themen, in prosaischer Ausführlichkeit über (linke) störende Demonstranten ("sonst erschöpften sich Argumente wie Vokabular in der Sterotypie ideologischer Phrasen")

Braunschweig: "Rund 250 Besucher nahmen ... an einer öffentlichen Veranstaltung teil, bei der der Film >Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern ... < von Rosa von Praunheim vorgeführt und diskutiert wurde ... " Wesentlich an der Veranstaltung scheint dem Verfasser die Erwähnung eines Leserbriefes an die Braunschweiger Zeitung " ... Der Briefschreiber war jedoch der Meinung, der Film sei seinerzeit zu Recht vom Fernsehen vom Programm abgesetzt worden ... "

Rotterdam: "Nach Den Haag hat nun auch Rotterdam ... einen besonderen Klub für homophile Jugendliche. Der Apollo-Klub geniesst ... das wachsende Vertrauen kommunaler und kirchlicher Instanzen ... "

Kopenhagen: "Die Organisation [Forbundet af '48] trägt ihren Namen nach dem Gründungsjahr 1948 ... Für das kleine Land dürfte die Zahl von 3.000 Mitgliedern beachtlich sein. Etwa 2.000 bis 2.5000 davon wohnen in der Hauptstadt, der Rest auf dem Lande und in anderen Städten. Es gibt ... Zweigklubs ... in Aarhus, Aalborg und Odense ... "

München: "Das Max-Planck-Institut für Psychiatrie führt z.Z. eine Untersuchung an Homosexuellen durch, die die Ergebnisse einer amerikanischen Untersuchung des Testosteron-Spiegels im Blut untersuchen soll. Diese Untersuchung ... wollte nachweisen, dass Homosexuelle lediglich einen anderen Hormonspiegel hätten als Heterosexuelle ... "

Buchbesprechung "Vom Wesen und Wert der Freundschaft", Professor Ignace Lepp, Arena-Verlag Würzburg

Einen Etat für einen professionellen schwulen Nachrichtendienst hat es nie gegeben (weder bei DON, noch bei anderen schwulen Periodika). Wer immer für Aktualitäten zuständig war, sammelte Neuigkeiten, vornehmlich aus Hetero-Medien, aber auch aus Homo- und Schwulenpublikationen. Oder worauf ihn - bspw. DON-Leser - aufmerksam machten. Veröffentlicht wurde dann, was er - nach eigenem Geschmack, politischer Einstellung und eigenen Interessen - für berichtenswert hielt. Entweder wurden Nachrichten/Aktualitäten einfach abgeschrieben oder der ursprüngliche Text wurde neu formuliert oder der ursprüngliche Text wurde mit der eigenen Meinung bzw.r Kommentaren verwässert.

Diese Art der "Nachrichtenbeschaffung" betrieben u.a. die auf dieser Doppelseite permanent erwähnten GAY NEWS (z.T. auch ** GNG), ein sogenannter homosexueller Nachrichtendienst von Johannes Werres (= aus den Medien gesammelte schwule Themen).


Links: K. Ortloff (Der Hosenkauf) war ein laienhafter, aber bei den DON-Verlegern Goebel und Ferling besonders beliebter Vielschreiber von Homo-Story-Banalitäten. Als ich mich 1976 intensiver um DON zu kümmern begann konnte ich seine 'Werke' nur mit Mühe aus dem Heft verbannen.

Rechts (Bärte, Krieg und Sexualität): Die Würdigung sowie das Kurzinterview mit dem Verhaltensforscher Dr. Willhart S. Schlegel (Abb. links) stammen aus der Feder seines Freundes, Mitarbeiters und 'Propagandabeauftragten' Johannes Werres.

Dr. Schlegel, dessen Beiträge ich erst bei meiner späteren Redaktionsübernahme aus DON verbannen konnte, propagierte "...gegenüber Homosexualität und Päderastie Duldsamkeit ..." und beschäftigte sich schwerpunktmässig mit dem Zusammenhang von "Körperbautyp", Sexualität und speziell "homosexuellem Erleben". Die Zusammenhänge von "Körperbautypen", Kopfform und Rasse waren bekanntlich während der NS-Zeit eine "besonders beliebtes" Forschungsfeld.  Schlegel ist in Wikipedia nur mit seinen Büchern aufzufinden. Eine Vorstellung von Schlegels Gedankenwelt gibt ein Artikel, der am 3.4.1964 in DIE ZEIT erschien "Gesetz und Gesellschaft ächten sie" - und auch heute noch abrufbar ist.

Aus diesem Grund heisst es im DON-Eintrag bei Wikipedia " ... der nicht nur in Schwulenkreisen umstrittene Hamburger Arzt Dr. Willhart S. Schlegel ..."

Willhart Siegmar Schlegel, Pseudonyme Roger de Saint-Privat und Rolf, 1912-2001, Arzt, sexualkundlicher Autor, Dichter. (Spannender!) Auszug aus "Mann für Mann: biographisches Lexikon zur Geschichte von Freundesliebe und mannmännlicher Sexualität im deutschen Sprachraum, Teil 1", LIT Verlag Münster:




DON 10/72 erscheint im Oktober 1972.

Herausgeber = Verlag bleibt nun bis Jahresende die Bifipress AG, 6000 Frankfurt 70, Postfach 700 229, und HF-Druck. Alles weitere wie DON 5/1972.


Jesus Christus wahrer Gott und wahrer Mensch? Typologische Rückschlüsse von seinem Verhalten auf seinen Typ - von Johannes Werres.

Ich zitiere (spasseshalber! von "Bibelforscher" Werres) den 10. und 11. Absatz:

" ... Aufgrund der Tatsache, dass Jesus die Qualen und Anstrengungen eines umfangreichen, Kraft und Blut kostenden Martyriums mindestens einen ganzen Tag lang hat ertragen können, ehe er starb, dass er kilometerweit ein schweres Kreuz (genauer: einen seiner beiden Balken) hat schleppen können, ohne schon vorher zu sterben, müssen wir annehmen, dass er eine starke Konstitution besass, d.h. in bezug auf den Stellenwert im Rahmen der zweiten von W. S. Schlegel entwickelten asthenisch-athletischen Variationsreihe gehörte er zweifellos dem Typ des Athleten, und nicht des Asthenikers an. Das bedeutete in sexueller Hinsicht aber auch, dass er triebstark war, also eine grosse Potenz besass ... "


Pit liebt harte Männer. Der feucht-schwüle Courths-Mahler-Erguss ist unterzeichnet mit dem Kürzel G.G., das üblicherweise für Günter Goebel steht.
"... Er atmete den herben Schweiss des muskulösen Mannes ein. 'Toll', stöhnte Peter und presste seine Lippen auf Rainers Mund. Der Mund des Boxers war leicht geöffnet. Die Zungen berührten sich. Der Graphiker liess jetzt seinen wilden Wünschen freien Lauf. Mit erregt zitternden Händen knöpfte Peter das Hemd des Boxers auf. Dicht gekräuselte Haare kamen zum Vorschein. 'Du bist schön', stöhnte Peter ... Peter merkte, wie sich der Körper des Freundes verkrampfte. Alle Muskeln verhärteten sich. Es war soweit ... "



DON war für Sie auf Rhodos ... könnte problemlos in der (natürlich heterosexuellen) 'Apothekenrundschau' erscheinen. 60% des Beitrages dürften aus einem Reiseführer o.ä. abgeschrieben worden sein.


DON 11/72 erscheint im November 1972.

Herausgeber, Redaktionsleitung und Redaktionsanschrift wie DON 10/1972.


DON will seinen Umfang um 4 Seiten und den Preis von 6,- DM um satte 33% auf 8,- DM erhöhen (der STERN kostet zu dieser Zeit 1,50 DM). Die Begründung, inkl. Selbstbeweihräucherung und Konkurrenzanrempeln (beides war/ist in schwulen Medien gang und gäbe) lautete (man beachte die journalistische Fabulierkunst des Autors):

"Endlich sind wir mal richtig zufrieden mit unserer Arbeit. Die letzte Ausgabe Nr. 10 war gut, wie wir jeden Tag gesagt und geschrieben bekommen, und auch das Novemberheft, das wir Euch heute vorlegen, muss sich nicht verstecken vor allem, was sonst noch auf dem Zeitschriftenmarkt ist ... Wir haben in der Redaktion einen stark gewachsenen Aufwand, die Druckerei will eine Erhöhung für Papier, und so weiter ... Dass wir uns von Ausgabe zu Ausgabe in Text- und Bildteil gesteigert haben (Anmerkung: man beachte das Qualitätsfoto der gegenüberliegenden Farbseite), werdet Ihr uns sicher zuerkennen, und dieser Qualitätsstand muss gehalten, wenn möglich noch erhöht werden, das würden wir Euch versprechen! ... wir Euch um weitere Treue und Freundschaft bitten, auch wenn DON mal eine Packung Zigaretten mehr kosten sollte ..."


Details zu Dr. Schlegel siehe DON 9/1972. Aus der Tatsache, dass in dem ohnehin textarmen Magazin (DON 8/1972 = 52 Seiten, davon 40 Seiten Fotos) die Bisexualität mit schöner Regelmässigkeit thematisiert wird - hier über fast 2 Seiten - könnte man den Schluss ziehen, dass der Verleger und Redaktionsleiter Günter Goebel neben Homosexuellen auch bisexuelle Männer als Leser gewinnen wollte.

Günter Goebel - wie schon früher angemerkt - war zwar bisexuell (zwei seiner Ehefrauen hatte ich kennengelernt), allerdings ein "ungeouteter" Bisexueller,  der seine Jungmännerbegleitungen grundsätzlich als "Neffen" vorstellte und mit homosexuellen Neigungen höchst ungerne in Verbindung gebracht werden wollte. Das allerdings war nicht der Grund für den bisexuellen Schwerpunkt im Heft.

Goebel selbst, der sich auch als Journalist und Redakteur bezeichnete, hatte zu homosexuellen Themen nicht die geringste Beziehung. Ausser zu Johannes Werres und dessen Freund hatte er auch kaum Verbindungen zu Homosexuellenkreisen, schon gar nicht zu Homosexuellen, die als qualifizierte Autoren für ein schwules Magazin in Frage kamen. Wobei man allerdings einräumen muss, dass  qualifizierte (schwule) Autoren, von Redakteuren ganz zu schweigen, zu jener Zeit vor einer Mitarbeit an einer Homo-Zeitschrift noch (weit) zurückschreckten. Daraus resultiert auch DONs damalige Konzeptionslosigkeit. Auf die Gründe für Goebels - und folgend Henry Ferlings - Engagement bei DON werde ich später noch ausführlich zu sprechen kommen.


Hier eine weitere Doppelseite als typisches Beispiel dafür, wie man Seiten "zu füllen" pflegte. Bei der linken Seite handelte es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht um eine bezahlte Anzeige vom 'Cabinet Erotica'.


Von 1969 bis 1974 gab es die sozial-liberale Regierung unter Bundeskanzler Willy Brandt. Interessant an der "Schutzaltersenkung" ist weniger deren Billigung durch CDU/CSU (es handelte sich keineswegs um ein homospezifisches Problem, vielmehr ging es um die längst fällige allgemeine Schutzaltersenkung), sondern der Verweis von CDU-Rollmann auf den "Entwurf eines Vierten Gesetzes zur Reform des Strafrechtes" durch die sozial-liberale Bundesregierung: ... eine weitere Reform des § 175 ist nicht vorgesehen ...


DON 12/72 erscheint im Dezember 1972.

Herausgeber, Redaktionsleitung und Redaktionsanschrift wie DON 10/1972.

Auf dem - ausnahmsweise - relativ attraktiven "Titelboy" wird die geistige Inhaltsarmut des Magazins herausgestellt: Spitzenbilder, Groß-Farbbild, Viel zu lesen. Und auf der Rückseite der Nummer 11/1972 wieder ein an Peinlichkeit schwer zu überbietendes Foto.


Bei dem Autor Richard Lang des Beitrags "Das Kind muss einen Namen haben" handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um ein Pseudonym. Dieser Name, soweit ich recherchierte, taucht nur dieses eine Mal in DON auf. Ich tippe auf Johannes Werres (?), darauf deuten (die pastorale) Diktion und (die anti-linke) Tendenz des Artikels. Wohl handelt es sich um eine dezidierte Analyse der verschiedenen Bezeichnungen für Homosexuelle, andererseits ist dies geschickt mit einer Agitation gegen "ausgesprochen linksgerichtete Gruppen" verwoben. " ... Diejenigen, die sauber und anständig sein wollen, die Ethik und Niveau in ihr Leben bringen wollen, halten das Wort [schwul] für einen Schlag in das Gesicht jedweden ehrlichen Wollens und Bemühens ..."

Richtig ist, dass geschätzte 95% aller Homosexuellen das Wort schwul zu diesem Zeitpunkt heftig ablehnte. Auch ich hatte jahrelang grosse Probleme damit. Das rührte nicht zuletzt daher, dass die Wortschöpfer, und das waren tatsächlich linke Schwulengruppen, nicht die geringste Chance hatten, Sinn und Zweck ihrer Wortwahl zu erklären und zu verbreiten. Typisch dafür steht der o.g. Beitrag, in dem das Wort schwul zwar verdammt, aber jegliche Begründung seiner Geburtshelfer verschwiegen wird. In diesem Zusammenhang sei an den schwarzen US-Bürgerrechtler Stokely Carmichael erinnert, der 1966 den Begriff "Black Power" prägte und an den in Folge aufkommenden Begriff "Black Is Beautiful". Bis zu diesem Zeitpunkt galt "black" in den USA als Schimpfwort, während die Bürgerbewegung der Afroamerikaner das 'beleidigende Wort' mit Stolz und bewusst als Auszeichnung gegenüber den Weissen benutzte.



Über zweieinhalb Jahrzehnte lang bildeten Herz-Schmerz-Jammer-Leserbriefe, wie hier der erste von E. Sch., die mit Abstand größte Zahl von Zuschriften an die DON-Redaktion: Suche einen wirklich wahren und treuen Freund, Kinderheim, Schlosserlehre, Fluchtversuch aus der DDR, Einsamkeit, Gasvergiftung...

Auch der letzte Brief ist sehr typisch: "Lob zur Gestaltung! Ließ andere Zeitschriften ganz fallen. Politische Beiträge lese ich in jder Zeitung. Aber nun zur Kritik. Eure Modelle sollten nicht auf fast allen Bildern so sehr posieren! Und dann laßt Bilder weg, denen man schon von weitem die Tunte ansieht! Davon laufen schon genug in natura rum."


Rico ist das Pseudonym von Heinz Liehr (siehe Lebenspartner von Johannes Werres). Das Paar lebte seit 1968 im eleganten Kronberg im Taunus (bei Frankfurt/Main). Rico war ein emsiger Homogeschichtenschreiber.